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Wirtschaft & Arbeit

Wirtschaft
Nordhessen hat eine starke Tradition als Standort für Industrie und Gewerbe. Heute ist die Re­gion geprägt von einer Vielzahl von Unternehmen, darunter bekannte Weltmarktführer, die sich in traditionellen, aber auch in ganz neuen Branchen und Märkten international erfolgreich präsen­tieren. Junge Unternehmen, darunter Ausgründungen aus der hiesigen Hochschule, entwickeln in Kassel und den nordhessischen Landkreisen innovative Geschäftsideen und erobern mit ihren Spezialprodukten und international gefragtem Wissen von hier aus die Weltmärkte.

Nordhessen: Logistikdrehscheibe in Deutschland
Durch seine verkehrstechnische Anbindung ist Nordhessen das logistische Zentrum in Deutsch­land. Namhafte Unternehmen wie Amazon, DHL, GLS und Rudolph Logistik nutzen diesen Stand­ort­vorteil, der den Unternehmen wesentliche Kostenersparnisse sichert. Zudem glänzt die Region mit der spätesten "Cut-Off-Zeit". Sie bedeutet, dass in Nordhessen bis zur spätest mög­lichen Tageszeit Bestellungen aufgenommen werden und sie trotzdem garantiert am nächsten Tag einen in Deutschland wohnenden Empfänger erreichen.

Die gute Lage, die gute Verfügbarkeit von günstigen Flächen und das gut qualifizierte Arbeits­kräftepotential vor Ort prädestiniert die Region Nordhessen insbesondere auch als Standort für Warenumschlagsplätze.


Leistungsfähigkeit der Region
Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Nordhessen liegt bei 30.125 Euro (2012). Allein im Zeitraum von 2000 bis 2009 wuchs diese Zahl um 19 % und übertraf damit die Entwicklung des wirtschaft­lich starken Bundeslandes Hessen. Überdurchschnittlich ist die Entwicklung der Region bei der nominalen Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe.

Arbeit
Die Arbeitslosenquote in Nordhessen entwickelte sich in den letzten Jahren sehr positiv. So sank die Quote von 11,3% (1999) auf 6,1% (2014). Es gelingt der nordhessischen Region zunehmend, die Schere zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil Hessens im Bereich des Arbeits­marktes zu schließen. Zurückzuführen sind diese Erfolge unter anderem auf die zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur der Region. So gelang es den mittelständischen Industrieunternehmen, die schwache Binnenkonjunktur in Deutschland durch verstärkte Exportaktivitäten auszugleichen und somit Beschäftigung zu sichern bzw. auszubauen.

Im Hinblick auf die Qualifikation der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten unterscheidet sich Nordhessen von Hessen und Deutschland: In Nordhessen ist der Anteil der Beschäftigten mit einer Ausbildung deutlich höher (Nordhessen: 73%, Hessen: 68% Deutschland: 69%).